Die besten Peelings für ölige Haut & wie du sie richtig anwendest
Aber: Ölige Haut bedeutet nicht automatisch, dass du das stärkste Peeling brauchst.
Im Gegenteil – zu häufiges oder zu aggressives Peelen kann deine Haut reizen, austrocknen und aus dem Gleichgewicht bringen. Entscheidend ist, den richtigen Exfolianten für deine Haut zu wählen und ihn richtig anzuwenden.
Hier erfährst du, welche Peelings besonders gut für ölige Haut geeignet sind und wie du sie in deine Routine integrierst.
Warum solltest du ölige Haut überhaupt peelen?
Unsere Haut erneuert sich ganz natürlich. Dabei werden abgestorbene Hautzellen abgestossen – manchmal sammeln sie sich jedoch an der Hautoberfläche an und vermischen sich mit überschüssigem Talg.
Das kann zu Folgendem führen:
- verstopften Poren
- Mitessern
- einer unebenen Hautstruktur
- einem fahlen Teint
- vergrössert wirkenden Poren
Chemische Peelings können dabei helfen, abgestorbene Hautzellen und Ablagerungen zu lösen und die Poren optisch klarer wirken zu lassen.
Und für ölige, zu Unreinheiten neigende Haut ist BHA oft der absolute Favorit. Aber auch AHA und PHA können sinnvoll sein.
BHA: Dein bester Freund bei verstopften Poren
Wenn deine grössten Hautprobleme Mitesser, überschüssiger Talg und verstopfte Poren sind, solltest du dir BHA genauer ansehen.
BHA steht für Beta-Hydroxysäure. Die bekannteste BHA in der Hautpflege ist Salicylsäure.
Im Gegensatz zu AHA ist Salicylsäure fettlöslich. Dadurch kann sie besonders gut mit überschüssigem Talg umgehen und dabei helfen, Ablagerungen in den Poren zu lösen.
BHA eignet sich besonders bei:
- Mitessern
- vergrössert wirkenden Poren
- überschüssigem Talg
- verstopften Poren
- öliger oder Mischhaut
- unebener Hautstruktur
Ein beliebter Klassiker ist zum Beispiel das COSRX BHA Blackhead Power Liquid. Das leichte Liquid wurde speziell entwickelt, um überschüssigen Talg und Ablagerungen zu reduzieren und das Erscheinungsbild von Mitessern und verstopften Poren zu verbessern.
So verwendest du es:
Starte zunächst mit 1–2 Anwendungen pro Woche, am besten abends nach der Reinigung. Trage eine kleine Menge auf die trockene Haut auf und lasse das Produkt kurz einziehen, bevor du mit deiner restlichen Pflegeroutine weitermachst.
Wenn deine Haut es gut verträgt, kannst du die Häufigkeit langsam erhöhen.
AHA: Für glattere und strahlendere Haut
AHA steht für Alpha-Hydroxysäuren. Dazu gehören beispielsweise Glykolsäure, Milchsäure und Mandelsäure.
Anders als BHA wirken AHAs hauptsächlich an der Hautoberfläche. Sie helfen dabei, abgestorbene Hautzellen zu lösen und können so für ein glatteres und ebenmässigeres Hautbild sorgen.
AHA ist besonders interessant, wenn deine ölige Haut gleichzeitig:
- rau wirkt
- fahl aussieht
- eine unebene Textur hat
- zu Pickelmalen neigt
- sich insgesamt stumpf anfühlt
Für eine eher sanfte Kombination aus beiden Säuretypen eignet sich beispielsweise der Beauty of Joseon Green Plum Refreshing Toner AHA + BHA.
Kurz gesagt:
AHA → Hautoberfläche + Textur + Glow
BHA → Poren + Talg + Mitesser
AHA + BHA: Wenn du beides möchtest
Warum sich für eine Säure entscheiden, wenn deine Haut mehrere Bedürfnisse hat?
AHA und BHA können sich wunderbar ergänzen, weil sie an unterschiedlichen Stellen der Haut ansetzen.
AHA hilft dabei, abgestorbene Hautzellen an der Oberfläche zu entfernen und die Haut glatter und strahlender aussehen zu lassen.
BHA ist besonders interessant für die Poren und überschüssigen Talg.
Eine Kombination kann deshalb besonders sinnvoll sein, wenn deine Haut ölig und gleichzeitig uneben oder verstopft ist.
Auch der Medicube Zero Pore Toner kombiniert AHA und BHA und ist auf ölige, Mischhaut und zu Unreinheiten neigende Haut ausgerichtet.
PHA: Die sanftere Alternative
Deine Haut ist ölig, aber gleichzeitig empfindlich?
Dann bedeutet das nicht, dass du komplett auf Peelings verzichten musst.
PHA, also Polyhydroxysäuren, sind in der Regel sanfter als klassische AHA-Peelings. Sie eignen sich deshalb besonders für alle, die langsam an chemische Exfoliation herangehen möchten.
Du findest auch Formulierungen, die AHA + BHA + PHA miteinander kombinieren.
So kannst du mehrere Arten der Exfoliation in einem Produkt verbinden – ohne automatisch zu einem besonders starken Peeling greifen zu müssen.
Was ist mit starken Peeling-Treatment
Mehr ist nicht immer besser – gerade bei Säuren.
Wenn du bereits Erfahrung mit chemischen Peelings hast, kannst du gelegentlich auch ein intensiveres Treatment verwenden.
Zum Beispiel das Heimish RX AHA BHA 30% Wash-Off Peeling Serum.
Hier handelt es sich nicht um ein klassisches tägliches Toner-Peeling, sondern um ein intensiveres Wash-off Treatment, das entsprechend sparsam verwendet werden sollte.
Denk daran: Treatment statt Daily Skincare.
Wie oft solltest du ölige Haut peelen
Hier passieren die meisten Fehler.
Nur weil deine Haut ölig ist, bedeutet das nicht, dass du jeden Tag peelen solltest.
Ein guter Ausgangspunkt sind:
1–2 Mal pro Woche
Wenn deine Haut das Peeling gut verträgt, kannst du die Häufigkeit je nach Produkt und Hautbedürfnis langsam steigern.
Achte dabei immer auf die Signale deiner Haut.
Wenn sie plötzlich:
- spannt
- brennt
- sich stark schuppt
- ungewöhnlich trocken wird
- gerötet oder gereizt ist
→ Pause einlegen.
Das Ziel ist schliesslich eine ausgeglichene Haut – keine Haut, die sich komplett „abgezogen“ anfühlt.
So integrierst du ein Peeling in deine Routine
Du brauchst dafür keine komplizierte 10-Step-Routine.
1. Reinigen
Beginne mit einem sanften Cleanser, um Make-up, Sonnenschutz, überschüssigen Talg und Schmutz zu entfernen.
2. Peeling auftragen
Verwende dein AHA-, BHA- oder PHA-Produkt entsprechend der Anwendungsempfehlung.
Und ganz wichtig: Nicht schrubben.
Chemische Peelings müssen nicht aggressiv in die Haut einmassiert werden.
3. Feuchtigkeit
Danach folgen ein hydratisierender Toner oder ein Serum und deine Feuchtigkeitspflege.
Denn auch ölige Haut braucht Feuchtigkeit.
4. SPF am nächsten Morgen
Dieser Schritt ist nicht optional.
Wenn du Säuren in deine Routine integrierst, sollte täglicher Sonnenschutz selbstverständlich sein.
Kannst du AHA und BHA gleichzeitig verwenden?
Ja – aber du musst es nicht.
Gerade wenn du neu mit chemischen Peelings bist, empfehlen wir, zunächst mit einem einzigen Exfolianten zu starten und zu beobachten, wie deine Haut reagiert.
Zum Beispiel:
Montag: BHA
Dienstag: Hydration
Mittwoch: Hydration
Donnerstag: BHA
Freitag: Hydration
Samstag: Hydration
Sonntag: Hydration
Wenn deine Haut sich daran gewöhnt hat, kannst du später ausprobieren, verschiedene Säuren abzuwechseln.
Du musst aber nicht alle Wirkstoffe gleichzeitig verwenden.
Deine Skincare-Routine muss schliesslich kein Chemielabor sein.
Was solltest du nicht gleichzeitig mit Peelings verwenden?
Sei vorsichtig, wenn du mehrere potenziell reizende Wirkstoffe in derselben Routine kombinierst.
Wenn du ein stärkeres Peeling verwendest, solltest du nicht gleichzeitig zahlreiche weitere starke Actives auftragen.
Auch wenn du bereits Retinoide oder andere intensive Anti-Akne-Wirkstoffe verwendest, solltest du Säuren langsam in deine Routine integrieren und genau beobachten, wie deine Haut reagiert.
Manchmal ist weniger wirklich mehr.
Der grösste Fehler: Zu viel Peeling
Auch ölige Haut kann eine geschädigte Hautbarriere haben.
Wenn du deine Haut ständig von Talg befreien und aggressiv exfolieren möchtest, kann sie trocken, gereizt und unangenehm werden.
Deshalb solltest du nicht denken:
„Meine Haut ist ölig → ich muss mehr peelen.“
Sondern:
„Meine Haut ist ölig → ich brauche das richtige Peeling.“
Denn am Ende gewinnt immer Konstanz vor Intensität.
Welches Peeling passt zu deiner Haut?
Mitesser & verstopfte Poren:
→ BHA / Salicylsäure
Ölige Haut + raue Textur:
→ AHA
Ölige Haut + verstopfte Poren + unebene Haut:
→ AHA + BHA
Empfindliche, aber ölige Haut:
→ PHA oder eine sanfte AHA/BHA/PHA-Formulierung
Für ein intensiveres Treatment:
→ Ein stärkeres Wash-off Peeling, sparsam angewendet
Und denk daran: Ölige Haut muss nicht „weggepeelt“ werden.
Das Ziel ist klarer wirkende Poren, eine glattere Hautstruktur, ein ausgeglicheneres Hautbild und ein gesunder Glow – ohne deine Hautbarriere unnötig zu stressen.
Deine perfekte Peeling-Routine?
Reinigen → Peelen → Hydratisieren → Pflegen → SPF
Einfach, konsequent und auf deine Haut abgestimmt.